Bildungsrecht - Gruppe junger Menschen

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Berufsbildungsrecht

Deutschland werde um seine duale Berufsausbildung in der Welt beneidet, heißt es. Praxis im Betrieb lernen und die Theorie dazu in der Berufsschule. Auch wenn das Handwerk goldenen Boden haben soll, ist für manchen Azubi die berufliche Bildung nicht “glänzend”, Probleme können auftreten.

Sibylle Schwarz

Rechtsanwältin

betriebliche Berufsbildung / schulische Berufsbildung

Über 300 anerkannte Ausbildungsberufe werden gezählt. Betriebe beklagen sich aber, dass sie Schwierigkeiten hätten, eine angebotene Ausbildungsstelle zu besetzen. Bewerber*innen wiederum beklagen sich, mit einem Ausbildungsplatz unversorgt geblieben zu sein. In manchen Regionen kommen Ausbildungsplatzangebot und Ausbildungsplatznachfrage nicht überein. Und eins von vier Ausbildungsverhältnissen wird vorzeitig aufgelöst. Dies könnte in der geringeren Attraktivität bestimmter Berufe und in ihren schlechten Ausbildungskonditionen begründet sein. Es gibt aber auch gute Nachrichten zu vermelden: 91,9 % der teilnehmenden Prüflinge (entspricht 370.600 Personen) gelang die erfolgreiche Abschlussprüfung direkt im ersten Versuch.

duale Berufsausbildung

Überwiegend wird die Berufsausbildung in Betrieben der Wirtschaft durchgeführt, hierfür gelten die Ausbildungsordnungen, die die maßgeblichen Regeln für die betriebliche Berufsausbildung vorgeben. Die Theorie wird an Berufsschulen vermittelt.

Bei Fortschreiten der Ausbildung wird die Prüfungsordnung wichtig, denn die Abschlussprüfungen bei der Industrie- und Handelskammer IHK oder der Handwerkskammer HWK stehen zum Ende der Ausbildung hin an. Die jeweilige Prüfungsordnung regelt dabei was zu tun und was zu lassen ist, beispielsweise wenn ein Auszubildender vor der Prüfung krank wird oder wie die Prüfung überhaupt abläuft.

Der Auszubildende hat während der Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf Rechte und Pflichten. Wer als Auszubildender daher allzu sorglos mit den vorgeschriebenen Regeln seiner Ausbildungs- und Prüfungsordnung umgeht, setzt leichtfertig den Erfolg auf’s Spiel.

vollzeitschulische Berufsausbildung

Die schulischen Berufsausbildungen finden sich überwiegend im Bereich des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens. Auszubildende / Studierende der sozialen Berufe und der Berufe im Gesundheitswesen absolvieren ihre fachtheoretische Ausbildung an (Berufs-) Fachschulen und leisten Berufspraktika, um die Berufsbezeichnungen „Staatlich anerkannt“ bzw. “Staatlich geprüft” führen zu dürfen.

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